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Theater Arbeit Duisburg | TAD

TAD entstand 2003 zunächst als interkulturelles Jugendtheater im sozial extrem benachteiligten Duisburger Stadtteil Bruckhausen, ausgezeichnet und finanziert aus NRW-Landesmitteln als „Interkulturelles Pilotprojekt“. Die Verstetigung dieser Arbeit bis 2006 erfolgte als kulturelle Bildungsarbeit mit Mitteln des ESF-Bundesprogramms „Lokales Kapital für Soziale Zwecke“. Zusätzlich zur Arbeit vor Ort entstanden (mit Hilfe von EU-Jugendaustausch-Förderungen) Kooperationen mit Jugendtheatern aus England und Polen, welche 2006 in einem „Europäischen Jugendtheaterfestival in Duisburg-Bruckhausen“ (ermöglicht vom Fonds Soziokultur) mündeten.

Im Rahmen dieses Festivals entstand die erste eigene, nicht mit Jugendlichen erarbeitete TAD-Inszenierung: „Flüchtlingsgespräche“, eine Hörspiel/Video-Arbeit mit im Ruhrgebiet lebenden Flüchtlingen/Migrant_innen  aus Afghanistan, Iran und Rumänien.

Seitdem arbeitet TAD kontinuierlich an der Schnittstelle von Kunst und Sozialem: teils in Inszenierungsarbeiten mit professionellen Schauspieler_innen, regelmäßig auch mit Laien. Bis 2015 wurden zwanzig sozial und politisch motivierte künstlerische Projekte realisiert.

Vielfältige Erfahrungen bestehen in der Arbeit mit Flüchtlingen, Jugendlichen und sozial marginaliserten Menschen. Zusätzlich zu den bereits erwähnten seien beispielhaft genannt das theoretisch-künstlerische Forschungsprojekt „Der Stand der Dinge. Bruckhausen“ (2006/07) und die Theaterarbeiten „Pop Shop“ (mit jugendlichen Gefängnisinsassen, 2007), „Im Ausland wie Glas“ (mit Asylbewerber_innen aus Brandenburg/Berlin und NRW, 2009) und „Endstation 175“ (mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus Afghanistan und Heimkindern aus Duisburg, 2013/14).

Sowohl die Theater-Arbeiten mit Laien als auch die mit professionellen Schauspieler_innen erarbeiteten Inszenierungen werden stets kollektiv entwickelt, im Zentrum der künstlerischen Arbeit stehen das Erleben, das Wissen und die Fähigkeiten der Akteur_innen. Die Theateraufführungen werden stets flankiert von theroetischen Veranstaltungen und politischen Diskussionen zu den in ihnen behandelten Themen, oft in Kooperation mit dem befreundeten Verein Theorie und Praxis e.V..

2009 bis 2011 war TAD der für die BRD verantwortlicher Partner im trinationalen EU-Kultur-Projekt „European Accents in Perm“. Ziel war die Etablierung eines Netzwerks russischer und europäischer Künstler_innen, Kulturschaffender, Kulturinstitutionen und Verwaltungen. Künstlerisch war TAD zudem im Theater-Projekt „A Farewell to Arms“ (mit Profi- und Laien-Schauspieler_Innen aus 3 Nationen) involviert.

Seit 2012 kooperiert TAD, zusammen mit kitev (www.kitev.de), mit der syrischen Kulturorganisation Ettijahat | Independent Culture (www.ettijahat.org, Damaskus/Beirut). 2013/14 entstanden aus dieser Kollaboration zwei Theaterinszenierungen zur gegenwärtigen Situation in Syrien und ihren Folgen („Now T_here" I und II). 2015 entwickelte TAD zudem mit dem syrischen Dramatiker Mudar Alhaggi (Ettijahat) aus Elementen der „Now T_here“-Arbeit und aktuellen Materialien die Lecture-Performance „Creative resistance Syria“.

2015 begann, gefördert von Kulturprojekte Berlin, "Uns gehört die Stadt“. Dieses sozial-kulturelle Projekt lädt ein zum gemeinsamen Entdecken Berlins. Es richtet sich vor allem an Geflüchtete, die in Unterkünften und Containerdörfern am Berliner Stadtrand leben und soll auf spielerische Art helfen, die Stadt, ihre Menschen und Möglichkeiten kennen zu lernen, eigene Netzwerke zu bilden und sich selbstbewusst in Berlin zu bewegen (facebook: Uns gehört die Stadt).

"Uns gehört die Stadt" erweiterte sich organisch zum Kooperationsprojekt "Rummelplatz" in Zusammenarbeit mit der Schaubude Berlin. In dieses fließen Erfahrungen aus allen bisherigen TAD-Arbeiten ein. Aktuell entsteht in diesem Kontext die Theaterprodukton "عندما تبكي فرح | When Farah cries | Wenn Farah weint" als 3-sprachige Uraufführung eines Dramas von Mudar al Haggi.